Wie geht es mir heute

Hallo ihr Lieben 🙂

Wie geht es mir heute? Eigentlich ganz gut. Mit einem großen, fetten eigentlich. Man schafft es ja durchaus, mit ein bisschen Willen, sich eine gewisse Beißer-Mentalität anzueignen. Ich weiß, ich bin meine eigene Herrin. Ich weiß, was alles hinter mir liegt und das meine Ziele in vergleichweise naher Reichweite liegen.

Ich habe viel gelernt

Ich habe die letzten Monate viel über mich selbst gelernt. Das, was mich früher verängstigt hat, lässt mich heute kaum mit der Wimper zucken – man wächst ja bekanntlich an den Aufgaben. Und dann gibt es noch die Anderen. Also die anderen Menschen, mit denen man lernt umzugehen. Alles in allem kann ich mich kaum beklagen. Es läuft eigentlich super.

Ich glaub mir fehlt ein Wochenende

Meine Transition, meine Kinder, Freunde und Familie, der Alltag, die Jobsuche, viele Gedanken, der Blog, Instagram und die anderen sozialen Medien. Was für ein Tagesablauf. Insgesamt glaub ich halt, dass mir ein Wochenende fehlt. Denn obwohl ich auf Jobsuche bin, bin ich nonstop auf Achse, in einer Tour, jeden Tag. Im Kopf und auch in der Welt da draußen. In meiner Instagram-Story hab ich ja erwähnt, dass ich einfach nur müde bin. Das hat viel mit den Umständen zu tun. Klar, und das vergeht wieder.

Der Blog ist mein Sprachrohr nach draußen

Über Instagram kann ich glaub ich ganz gut visuell kommunizieren. Und mein Transgender-Leben teile ich schon eine ganze Weile. Aber meine Gefühlswelt und die Texte, die mir wirklich am Herzen liegen, die teile ich eher in meinem Blog. Hier bin ich abseits der schnell kommunizierenden Instagram-Lifestyle-Welt, die Bilder oft auch mal eben im Vorbeigehen liked und auf nimmer wiedersehen.

Vor allem das Thema Transition ist für mich als Transgender ein enorm wichtiger Teil meines Lebens. Dieses Warten auf Veränderung, auf Nachrichten von Ämtern, Kassen und Ergebnissen ist so zermürbend. Ich denke mir dann: Okay, guck was du alles erreicht hast. Andere fragen dich, wie das geht, wie du das machst?! Und dann denke ich mir, ich bin in derselben Situation wie ihr alle anderen Transgender, vielleicht nur ein Schritt weiter als andere oder sonstwas.

Anders wiederum reicht ein schönes Ereignis, um mich mental komplett umzukrempeln. Da reicht es, dass meine Tochter Mama zu mir sagt, dass ich als Frau angesprochen werde von Leuten, die ich noch nie gesehen habe. Oder dass ein gut aussehender Mann Hallo zu mir sagt 😉

Und wie geht es mir heute

Okay. Meine Tochter hat mich angesteckt, ich bin erkältet. Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen und Fieber. Yeah! Dafür ist meine Kleine auch heute bei mir und das ist einfach toll. Ich liebe beide Kinder über alles 🙂 wir haben viel geschlafen, auch in der Hoffnung, dass meine Kopfschmerzen endlich mal weg sind. Ausgelaugt oder ausgebrannt ist nicht ganz richtig formuliert, eher geschafft.

Ich schaue jeden Tag in den Briefkasten um zu schauen, ob Post vom Amtsgericht da ist. Wieder nix neues, war ja klar, wir haben Juli und nicht August. Trotzdem enttäuscht – ich kenne mich, auch das war abzusehen.

Abgesehen davon geht es mir gut. Mit meiner Kleinen gespielt, gekocht und Fernsehen geguckt. Die Maus hilft mir immer gerne, dabei wird sie erst vier. Ich habe tolle Kinder 🙂

 

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